• Orinoco Delta •

Beschreibung
4 Tages Tour
Kajaking 7 Tage

• Guyana–
• Gran Sabana •

Beschreibung2
5 Tage Jeep Tour
3 Tage Angel Fall
Roraima Trekking
Auyan Trekking
Kavak 3 Tage Tour

• Rundreisen •

Beschreibung3
Abenteuer Osten
Höhepunkte venezuela
 
Medizin
Visa
Flugverbindung
Reisetipps
H I K E - V E N E Z U E L A . C O M

Beschreibung

 

Bei diesen zwei Rundreisen besuchen wir den Osten des Landes. Natürlich hätten wir auch die Anden und die Los LLanos einbeziehen können. Dann würden wir zwar sehr viel sehen, aber alles nur oberflächlich streifen. Deswegen habe ich mich innerhalb von diesem kurzen Zeitraum, den Sie zur Verfügung haben, für den Osten entschieden. Zum einen das Delta mit seinen Warao-Eingeborenen, die teilweise noch so leben wie zu Zeiten von Columbus und Humboldt. Das andere Gebiet ist die Gran Sabana mit seinem Nationalpark Canaima (das fünftgrößte der Erde) – einzigartig in der Welt.
Unsrer Meinung nach muß man, wenn man nach Venezuela reist, diese zwei Gebiete auf jeden Fall gesehen haben. Die Anden sind auch in Peru sehr schön mit ihrer Inka-Kultur.

Nähere Beschreibung der Gebiete, die wir bereisen, findet Ihr auch in der Beschreibung von Orinoco Delta und Guyana-Gran Sabana.

Nach dieser Rundreise organisieren wir gerne noch ein Hotel an der Küste oder auf Isla Margarita oder auf los Roques. Als kleines Bonbon haben wir hier noch einen Teil aus der Schöpfungsgeschichte der Permones.

Ein Teil aus der Schöpfungsgeschichte der Urbewohner der Gran Sabana haben wir dem Sprachforschungen von Marc de Civieoux zu verdanken.
Die Makiritare ist eine der drei Untergruppen der Pemoneseingeborenen, die die Gran Sabanna besiedeln. Aller Glaube der Makiritare wurzelt in der Geschichte der alten Menschen, die als himmlische Vorfahren der So'to der wahren Menschen gelten. So'to nennen sich die Makiritare selbst. Er offenbart uns einen faszinierende, hochkomplexe Schöpfungsgeschichte und Kosmologie der So'to, der wahren Menschen. Sie erzählt auch die Entstehung des Marahuakatepuis, wie aller anderen Tepuis.
Die alten Menschen zu Beginn der Zeit waren arm und hatten nichts zu essen. Sie besaßen keine Felder. Und Bäume, deren Früchte sie hätten ernten können, gab es noch nicht auf Erden – auch kein Wasser.
In der höchsten Region des Himmels, dem Sitz Wanadis, dem Verwalter des Lichts, lebte auch Iamankave, die Verwalterin aller Nahrung. Sie sandte regelmäßig einen Boten
mit Armen voll Cassava-Brot zu den Hungernden hinab. Iyako, die 24-Stunden-Ameise, kam ebenfalls auf die Erde und bescherte Trinkwasser. Doch dann kam Odosha, der Teuflische, und brachte alles durcheinander. Er überzog die Welt mit Unglück und Krankheit. Nun blieb der Bote mit dem Cassava-Brot aus. Ebenso die Ameise, die das Wasser spendete. Hunger und Durst breiteten sich aus.
Eines Tages sagte ein Mann namens Darice: Ich kenne den Weg der Ameise. Ich gehe, um Wasser zu holen. Er verwandelte sich zu einem Mauersegler und flog empor. Er wurde kleiner und kleiner, bis er schließlich in den Wolken verschwand. Doch dann kehrte er zurück, mit
Wasser. Er hatte es im höchsten Himmel aus dem Akuena-See gestohlen.
Dann sagte ein anderer: Ich weiß, woher das Cassava-Brot kommt. Er verwandelte sich zu Kuchi, jenes nachtaktive, baumbewohnende Klettertier mit riesigen Augen und einem langen aufgerollten Greifschwanz. Kuchi kletterte zum Himmel empor, höher und höher, bis er nicht mehr zu sehen war.
Schließlich erreichte der Iamankaves Haus, an deren Tür ein großer Korb mit Mehl hing. Im Garten, hinter einem hohen Zaun sah er einen riesigen Baum voller herrlicher Früchte. Aber erst einmal versteckte er sich. Ein Junge namens Wedama kam aus dem Haus. Es war Iamankaves Sohn. Kuchi rief ihn leise zu sich und erzählte ihm, daß er Nahrung für die notleidenden Menschen holen wolle. Wedama erklärte sich zur Hilfe bereit. Er verwandelte sich zu einer Schwalbe und flog hinauf in den Baum. Kuchi sprang über den Zaun und kletterte am Stamm empor. An den Ästen hingen allerlei Früchte. Der Baum war
die Mutter aller Nahrungspflanzen. Als Kuchi zu essen begann, hörten das die Wespen die den Baum bewachten in ihrem Nest. Sie kamen heraus und riefen: “Jemand ist hier, um Nahrung zu stehlen!“ Iamankava eilte herbei, die Nahrungsverwalterin, um nach dem Rechten zu sehen. Die Schwalbe versteckte sich zwischen den Blättern. Kuchi floh, so schnell er konnte. Dabei geriet ihm ein Splitter vom Holz des Baumes unter einen Zehennagel. Kuchi kletterte zur Erde hinab. Dort verwandelte er sich wieder in einen Mann. Er setzte sich hin, sprach nichts und tat nichts; er dachte nur nach. Als die Nacht
anbrach, zog er den Splitter unter dem Nagel hervor und pflanzte ihn in die Erde. Das war weit von seiner Heimat entfernt an einem Ort namens Roraima.
Über Nacht begann aus dem Splitter ein Baum zu wachsen. Am Morgen war ein hoher Baum mit vielen Ästen und allen verschiedenen Früchten daran gewachsen. Kuchi sagte: “Es ist getan, der Baum der Nahrung ist auf die Erde gebracht“. Und er begann zu essen.
Der erste Baum auf Erden hieß nach dem Ort, an dem er gepflanzt war: Roraima.
Heute erscheint er als ein hoher Berg, doch an ihm wachsen noch immer viele wilde Früchte, die aus dem großen Baum hervorgingen. Ein Mann namens Kamaso, fern im Westen, hörte von diesem Baum, und er sandte eine Botin zu Kuchi, um ihn um einen Ableger zu bitten. Kuchi willigte ein. Als die Botin mit dem Sproß zurückkehrte, versammelten sich viele Menschen.
Kamaso sang die ganze Nacht und träumte von den Früchten, die Kuchi geerntet hatte. Doch bei Sonnenaufgang war nur ein kleiner Schößling mit drei Blättern entstanden. Der Boden war nicht gut. Enttäuscht und hungrig zogen all die Menschen wieder fort.
Eine Frau namens Madunawe nahm sich nun des Schößlings an und pflanzte ihn
im Lande Tromaachoka in gute schwarze Erde. Als der Tag zurückkehrte, war ein gewaltiger Baum gewachsen. Sie nannten ihn Marahuaka. Aus seinen Ästen sprossen immer neue Zweige. Jeder war anders als der , aus dem er gewachsen war, und ebenso seine Früchte. Bald überdecken die Äste die Blätter und die Früchte von Marahuaka die ganze Erde wie ein Dach. Hier haben seither alle Pflanzen und alle Früchte, die es gibt ihren Ursprung.
Die Menschen waren hungrig, mager und krank. Jetzt riefen sie:
“Marahuaka!Unser Essen ist gekommen!“ Sie breiteten ihre Arme aus, öffneten
ihre Münder. Sie blickten zu all den Früchten hoch unter dem Himmel empor. Wie sollten sie an die Nahrung gelangen? Ein Ast, voll mit Cucurito-Früchten, brach unter seiner Last und fiel herab. Die Menschen riefen: “Jetzt kommt unser Essen!“ Doch der Ast erschlug einen kleinen Jungen. Dann kam ein weiterer Ast herunter, voll von Pijiguao-Früchten. Die
Menschen riefen wieder: “Jetzt kommt unser Essen!“Als er zu Boden stürzte, traf er die Nase von Odoma, dem Wildschwein. Bis heute haben die Schweine deshalb ihre eingedrückten Nasen. Dann fielen immer mehr Äste herab, und immer mehr Menschen wurden erschlagen. Voller Angst begannen sie zu laufen.
Doch sie wußten nicht , in welche Richtung Die ganze Erde war von Marahuakas Krone bedeckt. Wohin sie auch flüchteten, sie wurden von herabfallenden Ästen erschlagen. Zu dieser Zeit kam Wanadi, der Verwalter des Lichts, auf die Erde. Er wollte wissen, was dort vor sich ging. Die alten Menschen umringten ihn und baten um Hilfe. Wanadi sagte: “Ich werde Vögel schicken, die euch helfen. Sie sollen Flügel haben, um zu Marahuaka hinaufzufliegen und euch die Früchte herunterzubringen“.
Am Beginn der Zeiten gab es noch keine Vögel. Wanadi steckte Äste in den Boden. Er setzte sich davor, schüttelte seine magische Rassel, rauchte, sang und dachte nach. Auf diese Weise schuf er die Vögel für die Ernte. Sie flogen zu den Ästen empor und begannen, die Früchte zu sammeln. Die alten Menschen beobachteten sie und flochten Körbe für die Ernte. Doch die Früchte waren zu schwer für die Vögel. Sie fielen herab und erschlugen die Menschen wie zuvor. “Das ist nicht gut“, sagte einer der Vögel. Sein Name
war Semania, und er war der Häuptling der Vögel. “Wir Vögel sind stark, laßt uns das Sammeln der Früchte beenden und den Baum fällen. Wir werden die Erde kultivieren, auf der Lichtung schöne Felder anlegen und sie mit den Früchten bepflanzen“.
Vier Tukane kamen herbei mit gewaltigen langen Schnäbeln, die wie Äxte waren. Doch sie prallten ab, so hart war das Holz. Sie konnten Marahuaka nicht fällen. Dann kamen Spechte. Sie hackten den ganzen Tag. Nachts schliefen sie. Als die Sonne aufging, waren die Wunden, die sie dem Baum zugefügt hatten, wieder verheilt.
“Was sollen wir tun?“fragten sie. “Wir können nicht schlafen sonst
werden wir nie fertig“. Semania antwortete ihnen: “Wir werden die Arbeit
aufteilen. Einige sollen hacken, andere sich ausruhen“. Jetzt hackten sie ohne Unterlaß, Tag und Nacht, tiefer und tiefer, viele Tage lang.
Schließlich war der gewaltige Stamm zerteilt. “Es ist vollbracht“, riefen die Vögel. Doch sie waren voller Angst. In welche Richtung würde Marahuaka stürzen? In welche Richtung sollten sie fliehen? Doch es blieb still.
Marahuaka fiel nicht. Er hing vom Himmel herab. Niemand verstand, wie das sein konnte.
Sie riefen Kadiio, das Eichhörnchen, und beauftragten es, oben nachzusehen, was geschehen war. Als Kadiio wieder herunterkam, berichtete er: “Die Äste sehen aus wie Wurzeln“. Marahuaka war im Himmel verwurzelt. Semania gab Kadiio eine Axt. “Laufe wieder hoch, und schlage die Wurzeln durch“. Kadiio fällte Marahuaka hoch im Himmel. Als der Baum schließlich nieder stürzte, bebte die ganze Erde. Äste, Früchte und Samen, alles kam herab. Es war, als ob der Himmel auf die Erde stürzte. Es war wie das Ende der Welt. Die alten Menschen versteckten sich in Höhlen, kauerten zusammen, schlossen ihre Augen und hatten große Angst. Als sie wieder herauskamen, fiel Wasser auf sie herab. Sie wußten nicht, was es sein konnte, denn es war der erste Regen auf Erden. Er fiel vom Himmel aus Marahuakas durchschlagenen Wurzeln herab.
Aus den dicken Wurzeln stürzten Wasserfälle. Das Wasser suchte sich seinen Weg auf der Erde. Die Flüsse wurden geboren, der Orinoko, der Kaura, Ventuari, Kunukunuma, Kuntinama, Merevare, Metatuni und all die anderen. Sie bewegten sich wie Schlangen über das Land. Die Erde wurde weich von all dem Regen. Semania, der Häuptling der Vögel, lehrte die alten Menschen nun, Felder zu bestellen. Die Frauen sammelten die herabgestürzten Samen und steckten sie in die Erde.
Alle Pflanzen die es heute gibt, entstanden damals. Die Erde wurde grün. Der Wald füllte sich mit Bäumen und begann zu blühen und auch das Feld der Menschen. Es gab zwei, die sich nicht an der Arbeit beteiligen wollten. Sie hießen Mado und Wachedi. “Wer ist das, der hier jetzt die Befehle erteilt?“fragten sie. “Wir möchten nichts zu tun haben mit diesen Leuten. Wenn wir hungrig sind, finden wir schon Nahrung“.
Die alten Menschen aber waren nun satt und glücklich. Die Männer fällten die Bäume des Waldes und legten die Felder an. Die Frauen bestellten sie, ernteten, backten das Cassava-Brot und brauten Bier in ausgehöhlten Stämmen.
Sie feierten ihr erstes Erntefest. Sie aßen, tranken, sangen und tanzten. Mado und Wachedi waren von den übrigen verstoßen und beobachteten aus einem Versteck, wie die anderen aßen. Sie waren hungrig, und Mado sagte: “Wir essen unsere Brüder“, und er verwandelte sich zu einem menschenfressenden Jaguar. Wachedi, der schlecht hören konnte, hatte verstanden: “Wir essen Blätter und Wurzeln“. So verwandelte er sich zu einem Tapir.
Marahuakas Stamm war beim Aufprall auf die Erde in drei Teile zerbrochen. Sie verwandelten sich zu Stein, zu drei hohen Bergen: Marahuaka, Huachamakari und Duida. Von ihren steilen Klippen stürzten die Wasserfälle herab bis zum heutigen Tag. Als der große Baum fiel, stürzte auch Kadiio herab. Seitdem lebt er verborgen auf Duida und ist der Beherrscher des Berges. Wachedi kletterte auf den höchsten der Berge, auf Marahuaka. Dort lebt er noch heute. Er ist der Urvater aller Tapire. Es war gut für die
Menschen, daß er so schlecht hören konnte; deshalb gibt es heute viele Tapire im Wald und an den Flüssen, die von den Menschen als Nahrung gejagt werden können. Das ist die Strafe für Wachedi, weil er nicht helfen wollte, die Felder zu bestellen. Als die Menschen zu essen hatten, sagten die Vögel, die Wanadi zu ihrer Hilfe geschaffen hatte: “Es ist alles getan, laßt uns nun die Erde verlassen“. Sie sagten den Menschen Lebewohl und flogen gen Himmel empor. Ihre Körper ließen sie auf der Erde zurück für all die Vögel
von heute. Die Luft war erfüllt mit roten, gelben, grünen und blauen Federn, ein großes Schauspiel. Nun schnellte die Mutter des Wassers, die Schlange Huii, zum Himmel empor. Sie verlangte geschmückt zu werden. All die Vögel bedeckten den Leib der Schlange mit ihren Federn. So wurde sie zum Regenbogen.